Großflächiger Abriss und hoher Neubau – keine Rettung der Remise

Zu behaupten, dass die Remise gerettet sei, ist paradox, wenn de facto zwei Drittel des Gebäudes abgerissen und durch einen – bis zu 22m (!) hohen – Neubau ersetzt werden sollen. Genau der ältere, also der historisch und architektonisch interessante Teil der Remise soll abgetragen (!) werden. Beibehalten werden soll die Halbkreis-Form. So lauten die Vorgaben in der Ausschreibung für den Architektenwettbewerb.

Wie man so den Charme der alten Remise in die Zukunft tragen will, bleibt uns ein Rätsel. Wenn die Amstettner Stadtpolitik von der „Rettung der Remise“ spricht, bezieht sie sich offensichtlich nur auf Halle 3 oder auf die Erhaltung der U-Form, die die Wiedererkennbarkeit (!) des Erscheinungsbildes gewährleisten soll. Amstettens einziges Wahrzeichen, der Wasserturm, der bis zum Dachvorsprung 18m und insgesamt 23,5m hoch ist, wird neben einem bis zu 22m hohen Gebäude untergehen.

(https://m.noen.at/amstetten/amstetten-bebauungshoehe-der-neuen-remise-umstritten-amstetten-remise-amstetten-bernhard-wagner-print-293141032 29.092.2021)

Ein Gedanke zu „Großflächiger Abriss und hoher Neubau – keine Rettung der Remise

  1. Gertraud Führer Antworten

    Durch die kranken Ideen, weiterhin Gebäude mit Flair und Ausstrahlung abzureißen und durch einen „tollen“ Neubau zu ersetzen hat es Amstetten fast geschafft, eine tote Stadt ohne Wohlfühlfaktor zu werden!! ….und es wird noch immer fest daran gearbeitet, die spärlichen Reste von Gemütlich- und Heimeligkeit auch noch zu entfernen.

    Traurig, dass sich keine Partei dagegen auflehnt!!

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